Mehr Zeit für Familie - Wir haben noch viel vor!

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Pilotprojekt endet - im Donau-Ries geht es weiter

Beim Zukunftskongress der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familie" am 24. Juni 2014 wurden die Ergebnisse des Pilotprojekts "Kommunale Zeitpolitik für Familien" vorgestellt. Vor mehr als 300 Bündnisakteurinnen und Bündnisakteure aus ganz Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertreter von Industrie- und Handelskammern, Arbeitsagenturen sowie Jobcentern, Unternehmen und Wohlfahrtsverbänden berichtete auch Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner aus dem Donau-Ries.

Damit endete zwar endgültig die Projektphase - aber das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries wird am Thema "Zeit für Familie" dran bleiben.

Das Bundesfamilienministerium zeigt sich überzeugt, dass dem Landkreis Donau-Ries im Rahmen des Pilotprojekts Wegweisendes gelungen ist. So äußert das BMFSFJ im Vorwort des Zeitatlas die Hoffnung, dass „die guten Ergebnisse aus dem Landkreis Donau-Ries vielen Kommunen Anregung geben werden, wie Familienzeitpolitik vor Ort angepackt und umgesetzt werden kann".

Bei Tagungen u.a. in Berlin, Mainz und Augsburg stieß die Vorstellung von „Zeitatlas" und „Zeitwerkstätten" (dem zweiten Baustein des Projekts im Donau-Ries) bereits auf großes Interesse.

Nicht nur diese erste positive Resonanz auf die Projektergebnisse stimmt Landrat Stefan Rößle zuversichtlich, dass sich die Mitwirkung als Pilotstandort gelohnt hat. „Zusammen mit unseren Projekt- und Bündnispartnern haben wir viele gute Ideen entwickelt, um Familien in unserer Region mehr Zeit für Familie zu verschaffen". Nun gelte es, aus den Ideen konkrete Projekte und Angebote zu entwickeln. Erste Schritte dazu sind bereits gemacht. „Wir bleiben dran!", das war dann auch die einhellige Meinung bei einem Abschlusstreffen aller Projektbeteiligten.

Wie geht es nun weiter:

  1. Gemeinsam mit den bisher beteiligten Pilotstandorten Asbach-Bäumenheim, Donauwörth, Mertingen, Rögling und Tagmersheim wollen wir nach und nach die Projektideen umsetzen, die in den Zeitwerkstätten erarbeitet wurden. Dazu gehören beispielsweise die Aktionswoche "Autofrei zu KITA und Schule", das Thema "Notfallbetreuung" oder die Organisation einer Informationsveranstaltung "Zeitmanagement für Familien".

  2. Unter dem Dach unseres Lokalen Bündnis für Familie werden wir ebenfalls einige Projekte anpacken, die durch das Pilotvorhaben angestossen wurden. So soll im Herbst 2014 eine Projektgruppe eingerichtet werden, die sich mit dem Thema "Willkommenskultur" befasst.

  3. Mit einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit soll erreicht werden, dass das Thema "Zeit für Familie" als Handlungsfeld der kommunalen Familienpolitik im Donau-Ries verankert wird.

  4. Die Städte und Gemeinden im Landkreis Donau-Ries sollen für eine "kommunale Zeitpolitik für Familien" sensibilisiert werden. Ziel ist es, dass sich - neben den fünf Pilotkommunen - weitere Städte und Gemeinden mit den Zeitkonflikten ihrer Familien auseinandersetzen und Lösungen dafür entwickeln. Als geeignetes Veranstaltungsformat bietet sich die Durchführung von Zeitwerkstätten - unterstützt durch den Familienbeauftragten Günter Katheder-Göllner - an.

 

„Kommunale Familienpolitik unter dem Blickwinkel „Zeit für Familie" anzupacken, war für uns v.a. deswegen interessant, weil bei dieser Herangehensweise die Bedürfnisse von Familien in den Mittelpunkt gestellt werden. Und von diesen Bedürfnissen ausgehend versuchen wir, die Arbeits- und Lebensbedingungen so zu gestalten, dass Familie - in all ihren Facetten - so gelebt werden kann, wie es sich Familien wünschen.",

resümiert Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner im Sommer 2014 und stellt weiter fest:

„Mit 'Kommunaler Familienzeitpolitik' wurde im Landkreis Donau-Ries das Rad nicht neu erfunden. Einiges von dem, was wir im Bündnis tun und wie wir es tun überschneidet sich mit dem, was kommunale Familienzeitpolitik erreichen will. Leihomas/opas, Babysittervermittlung und Ferienbetreuung gab es bei uns bereits. Aber: es bleibt noch viel zu tun, und viel wichtiger: Der neue Zugang über das Thema „Zeit" schaffte tatsächlich neue Sichtweisen und führte zu neuen Ideen, Lösungen und Handlungsansätzen."

 

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