Themenwochen "Zeit für Familie" - Mai 2015

zeit für familie

 

Themenwochen bündelten zahlreiche Angebote unter dem Motto „Zeit für Familie - Familie partnerschaftlich leben"

Bereits zum zehnten Mal bildete der Internationale Tag der Familie am 15. Mai 2015 den Anlass für den bundesweiten Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie. Im Donau-Ries haben Bündnispartner zu diesem Anlass ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Ob Tag der offenen Tür, Workshop, Gottesdienst, Seminar oder Plakatausstellung - vom 3. bis zum 22. Mai drehte sich alles um das Thema „Zeit für Familie".

„Zeit ist heute, neben Geld und guten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, ein entscheidender Faktor für ein zufriedenes Familienleben", kommentierte Landrat Stefan Rößle die Beteiligung unseres Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries. Er möchte, dass Mütter und Väter im Landkreis Donau-Ries ihr Familienleben nach ihren eigenen Wünschen gestalten können. Dabei ist er sich sicher: „Immer mehr Mütter und Väter wollen Familie partnerschaftlich leben und Beruf und Familie gut vereinbaren". Damit das gelingen kann, brauchten Familien gute und verlässliche Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die zeitlichen Rahmenbedingungen von Familien seien dabei nicht nur ein zentraler Faktor für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern auch für das Wohlergehen und die Lebensqualität von Familien.

Programmflyer bot den Überblick

Neunzehn Angebote wurden in den Themenwochen „Zeit für Familie" gebündelt. Die Volkshochschule Donauwörth und der Landkreis Donau-Ries hatten die Federführung für diese Aktion übernommen. Den Überblick lieferte ein Programmflyer, in dem alle Veranstaltungen kurz beschrieben wurden. „Wir hatten mit vier oder fünf Veranstaltungen gerechnet, als wir die Sache starteten", erzählte Günter Katheder-Göllner, der die Themenwochen koordinierte. Von Tag zu Tag istdas Programm dann umfangreicher geworden. Und dennoch konnten die Themenwochen nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Angebote und Leistungen in unserer Region wiedergeben.

Dass sich so viele Bündnispartner an der Aktion beteiligten ist sicher ein Beleg für das Funktionieren des Lokalen Bündnisses für Familie Donau-Ries. „Aus Vernetzung entsteht Zusammenarbeit", lässt sich das Erfolgsrezept auf den Punkt. Und das Ergebnis dieser Zusammenarbeit konnte sich wirklich sehen lassen.

Bündnisplenum im Mittelpunkt

Eine zentrale Veranstaltung in den Themenwochen stellte das 3. Bündnisplenum am 12. Mai dar. Eingeladen dazu waren nicht nur die 140 Bündnispartner, sondern alle, die an der Familienfreundlichkeit des Landkreises mitwirken wollen. Das Treffen in der Volkshochschule Donauwörth beschäftigte sich mit der Frage „Wie wir leben, arbeiten und füreinander sorgen werden ...". Unterstützt durch die Familien- und Trendforscherin Dr. Silke Borgstedt vom SINUS-Institut Berlin wurde diskutiert und erarbeitet, welche Zukunftstrends auf Familien zukommen und welche Weichen wir - und speziell das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries - schon heute dafür stellen können.

Leider entsprach die Besucherzahl beim Bündnisplenum nicht der hohen Qualität der Veranstaltung: Der Vortrag von Silke Borgstedt war hochinteressant, der Austausch dazu zwischen den Teilnehmern bereichernd und die Mehlprimeln erhielten für ihr "kulturelles Sahnehäubchen" zurecht begeisterten Applaus.

Beispielhaft für viel, viel mehr ...

Mit den Themenwochen wurden ganz unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Das meiste war natürlich für Familien gedacht: Den Auftakt machte der Go-Special-Gottesdienst „We are family" in der Donauwörther Christuskirche am 3. Mai. „Hatha-Yoga für Anfänger" (VHS Donauwörth, 4. Mai), ein Seminar „Zeit- und Stressmanagement heute" (TCW Nördlingen, 6. Mai) oder das kreative Praxisseminar „Schnelles für Berufstätige" (AOK Donauwörth, 21. Mai) waren weitere Programmpunkte, die konkret dazu beitrugen, den Alltag von Familien zu erleichtern.

An Unternehmen richtete sich ein Informationsworkshop am 5. Mai in der VHS Donauwörth. Das Thema: „Kinder gut betreut - wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen können".

Der Workshop musste leider abgesagt werden, da bis zum Vortag zu wenige Anmeldungen vorlagen. Schade! Denn mit denen, die sich am Veranstaltungstag noch kurzfristig anmelden wollten, hätte die Veranstaltung gut durchgeführt werden können.

Speziell für Väter - aber nicht nur - war die Veranstaltung „Vater sein ist nichts für Feiglinge" gedacht, die am 20. Mai in der Stadtbibliothek Nördlingen stattfinden sollte. Dort startete am 7. Mai auch die Plakatausstellung „Neue Väter".

Auch die Veranstaltung "Vater sein ..." konnte nicht durchgeführt werden. 3 Interessierte hatten sich angemeldet. Vielleicht war die Bitte um Anmeldung eine zu hohe Hürde? Wir werden am Thema dran bleiben und einen neuen Anlauf in anderem Format unternehmen.

Die Gemeindebücherei Tapfheim war am 4. Mai Gastgeber einer Informationsveranstaltung für Vorleserinnen und Vorleser, die unterstützt wurde von der Buchhandlung Greno Donauwörth und der Donauwörther Stadtbibliothek.

Die Nachmittagsveranstaltung war gut besucht, die Lesepatinnen und Lesepaten freuten sich über interessante Beiträge aus der Praxis und nutzen die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Zum Tag der offenen Tür luden die Anton-Jaumann-Realschule und Kinderherz e.V. am 12. Mai nach Wemding ein. Vorgestellt wurden die offene Ganztagesbetreuung. Einen Tag später öffnete die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Augsburg in Donauwörth unter dem Motto „Unterstützung, die ankommt" ihre Türen zu frisch renovierten Räumen.

Auch das Mehrgenerationenhaus in Donauwörth („So kocht die Parkstadt" am 11. Mai), die Stadtbibliothek Donauwörth (Buchvorstellung „Schluss mit dem Schulstress" am 18. Mai), die Agentur für Arbeit Donauwörth (Vortrag „Arbeitsrecht" am 21. Mai) und das Projekt Soziale Stadt Oettingen (Interkulturelle Wochen von 5. bis 9. Mai) waren als engagierte Bündnispartner bei den Themenwochen mit im Boot. Den Schlusspunkt setzten das Evangelische Bildungswerk Donau-Ries („Wertschätzend Grenzen setzen" am 21. Mai) und das Netzwerk Junge Eltern/Familie („Nur das Beste für mein Baby" am 22. Mai).

Fazit ...

„Familie partnerschaftlich leben, Beruf und Familie vereinbaren, das Leben genießen" - der Landkreis und die 140 Partner im Lokalen Bündnis für Familie wollen die Bedingungen dafür schaffen, damit das allen Familien im Donau-Ries möglichst gut gelingt. Die Themenwochen „Zeit für Familie" wollten einen Einblick in die bunte Palette an Angeboten für Familien geben und den Blick auf das Engagement der Bündnispartner lenken.

Auf der Habenseite ist zu verzeichnen, dass der Blick der Öffentlichkeit auf das Thema "Zeit für Familie" gelenkt werden konnte. 11.000 Programmflyer wurden verteilt und etwa ein Dutzend Pressemitteilungen wurden veröffentlicht.

Offen bleibt, ob bei einigen der Angebote der Besuch durch die zusätzliche Werbung über den Programmflyer und die Pressemitteilungen verbessert wurde.

Zum Nachdenken bringen uns die teilweise sehr geringen Besucherzahlen. Waren die Themen oder Veranstaltungsformate falsch gewählt? War zuviel los in dieser Zeit oder war das Wetter zu schön? Ist es zuviel, was wir tun? Lässt das Interesse an Vereinbarkeits- und Familienthemen nach?

 

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